Hier wächst was Neues! Eine spannende Idee, denn hier wollen wir uns dem Randthema von klassischen Mercedes Fahrzeugen, den Kombi-Modellen in all ihrer Vielfalt zuwenden. Die folgende Bildergalerie, ebenfalls im Aufbau, zeigt wie breit gestreut dieses Thema ist! Natürlich, und das ist Fein, stehen hinter diesen Fahrzeugen eben so bunte Liebhaber.

 

 

Kombi-Modelle der Vergangenheit in ihrer Vielfalt!

Das 1. DRIVE & DINNER im Rückspiegel

Am 6. Mai 2018 fand diese Veranstaltung für klassische Mercedes Kombis bis Baujahr 1996 statt.

Ja, hier stand ganz eindeutig Qualität vor Quantität! Das erste Drive und Dinner für klassische Mercedes Kombis und deren Sondervarianten bis Baujahr 1996 war für alle Teilnehmer ein besonders gelungener Event. Am Vormittag fand eine informative und kurzweilige Ausfahrt bei bestem Mai-Wetter statt. Ungezwungen und reichhaltig war das Grillmenü am Mittag. Vielfältig waren die Geschichten zu den teilgenommenen Fahrzeugen, welche anschließend auf dem wunderschönen und großzügigen Gelände mit seinen historischen Scheunen einzeln vorgestellt wurden.

 

Wie kam es zu dieser Idee?

 

Drei Kombi Treffen - Made in Bremen wurden von den BENZ FRIENDS CLASSIC in Kooperation mit dem Schuppen Eins in Bremen veranstaltet. (Übrigens das vierte Treffen soll am 6. Oktober 2018 stattfinden!) Unseres Wissens die bis jetzt einzige Veranstaltung, welche sich unter Anderem ausschließlich den klassischen Kombis der Marke Mercedes Benz widmet. Der Termin lag immer am Ende der Veranstaltungssaison von Young- und Oldtimer-Events, da zum Zeitpunkt des ersten Treffens noch viele Fahrzeuge als zuverlässige Alltagspartner im Straßenbild zu sehen waren und ohne Saisoneinschränkung bewegt wurden. Der erste Samstag im Oktober schien uns ein guter Termin zu sein. Kurz, seit dem ersten Event waren es immer ca. 70 Fahrzeuge mit ihren Haltern, die kamen. Der Ort ist gut, einen gesamten Tag zu gestalten für die Veranstalter immer eine Herausforderung. Das Wetter? Genau das spielte hier eine besondere Rolle. Wetter gut, dann ist so etwas ein Selbstläufer, denn alle beschäftigen sich draußen mit ihren Lieblingen. Ein Angebot vor zwei Jahren für eine zweistündige Tour wurde gar nicht erst angenommen, war es doch beim Veranstaltungsort viel zu interessant.
Im Oktober 2017 kamen wieder Liebhaber mit hochinteressanten Kombis zum Treffen. Diesmal bei ungemütlichem Regenwetter. 10.00 Uhr bis gewünscht so 16.00 Uhr möglichst viele Teilnehmer motivieren durch zu halten gelang uns diesmal nicht. Selbstkritisch betrachtet ist nach geraumer Zeit die Luft raus. Der Ort ist bald besichtigt, Unterhaltung und Angebote für einen ganzen Tag sind Aufgaben, welche ohne entsprechende Partner und Sponsoren nicht zu erfüllen sind.

 

 

Was machen? Geht das? DRIVE & DINNER?

 

Was gefällt einem denn selbst so? Lebendig soll es sein, Fahren, Fahrzeuge in Bewegung fand ich immer gut bei Veranstaltungen. Ein kulinarisches Angebot ist auch nicht schlecht, bekommt man auch Hunger im Laufe eines Tages. Das Wichtigste ist aber der Austausch von Geschichten zu einem Fahrzeug und der Motivation des Halters.
Adressen vom dritten Kombi Treffen habe ich, das Roadbook, damals erarbeitet gibt es noch. Ein schönes Gelände kenne ich. Ein Partyservice hat dort schon öfters Feiern bedient. Ein paar BENZ FRIENDS CLASSIC haben ja auch Kombis und helfen bestimmt mit.

 

Start: Mal fragen was Geländemiete und Partyservice so kosten? Geländemiete ist Festpreis, der Partyservice fragt, wie viele Personen kommen denn? Hmm? – keine Ahnung? Mindestens 40 Personen müssten es schon werden, besser mehr, damit sich das rechnet. Idee, ich mache das mit Vorkasse und Voranmeldung bis zu einer Deadline. Nächster Schritt ist ein Infoblatt entwerfen, drucken und auf unserer Homepage einstellen. Fortan werden diese auch bei Messen und passenden Gelegenheiten verteilt. Einladungs-E-Mails schreiben ist abends nun eine Beschäftigung. Erst als Sammel-Mail an Gruppen, dann noch mal persönlich an mir bekannte Kombi-Halter. 100 geschätzt waren es bestimmt. Auch in einem Forum habe ich mich noch angemeldet um für den Event zu werben.

Anmeldungen kommen und müssen beantwortet werden. 18 Anmeldungen sind es bis zum Anmeldeschluss, zu wenige! Was nun? Geld zurück, alle Mühe umsonst, die Anmeldungen aber versprechen interessantes. Bauchentscheidung, das wird gemacht, basta!!!

 

Nebenbei nehme ich noch mal das Roadbook in die Hand und stelle fest, einige Seiten bezogen sich auf das alte Kombi Treffen. Das geht nicht und muss unbedingt geändert werden! Rechner an und Dateien suchen. Zwischenzeitlich habe ich ein neues Laptop gekauft und ordentlich aufgeräumt. Die Grafikdateien wohl auch gelöscht und nur noch Bilder. 24 Seiten irgendwie retten und neu gestalten, das war nicht geplant! Eine Woche, ein Feiertag noch dazwischen, der Druckauftrag für 25 Hefte wird verschickt.
Der 1. Mai, Temperatur 5 Grad Plus, stürmisch und Regenwetter. Mich fröstelt, nicht nur auf dieser Oldtimerveranstaltung in Bruchhausen-Vilsen, nein nur noch fünf Tage bis zum 1. DRIVE & DINNER! Spontan bestelle ich noch einen Pavillon und rede mir diese Entscheidung schön als Investment für die Zukunft. Die Planen kommen, das Gestell nicht! GLS hat’s an eine Kundin 20 Km entfernt geliefert. Am Samstagmorgen reise ich dem Gestell hinterher Der Krimi geht weiter, denn von den BENZ FRIENDS CLASSIC können doch einige umständehalber nicht helfen. Nichts muss, vieles geht! – ist ein Leitspruch unseres Freundeskreises, diesmal eben nicht so wie gehofft. Trotzdem stellte einer eine Tonanlage zur Verfügung, fein! Die hatte ich schon vorher abgeholt. Alles auf den Anhänger, Pavillon, Lautsprecher, Ständer, Mischpult usw. . Getränke noch kaufen! Wie viele und welche für die Besucher? Gläser? Tischdecken? Tipps bekomme ich vom Getränkehändler. Es ist Nachmittag und meine bessere Hälfte fährt mit mir zum Veranstaltungsraum. Alles abladen, Tische aufstellen und decken inklusive Deko. Kannst Du mir morgen helfen, ich habe niemanden für den Getränkeverkauf? Ach nein, weißt du was? Ich sponsere diese für die Teilnehmer, antwortet sie! Die Roadbooks mit Dinnertickets und Startnummern bestücken, hatte ich noch vorher ausgedruckt und Ende, es ist spät.

 

 

6. Mai 2018, das 1. Drive & Dinner für klassische Mercedes Kombis bis Baujahr 1996

 

7.00 Uhr, ich treffe mich mit einem BENZ FRIEND CLASSIC, welcher vorher aus Bremen (35 Km Strecke) angereist ist, um den Pavillon auf zu bauen. Ab nach Bremen zum Schuppen Eins.
9.00 Uhr und wir sind am Treffpunkt. Eins steht schon mal fest, es ist das Wetter! Besser geht einfach nicht. Ein klarer blauer Himmel, es ist Windstill und die Temperatur soll auf 25 Grad steigen.
Die Erwartung steigt ebenfalls, welche Chromgrills von klassischen Mercedes wohl am Ende der Straße im Sonnenlicht auftauchen?


Um 9.30 Uhr sind es vierzig Jahre Mercedes Kombi Automobilgeschichte und 20 Fahrzeuge! Whow!


10.00 Uhr, die Roadbooks sind verteilt, alle Teilnehmer begrüßt und wir starten die Ausfahrt. Das Heft gibt auf den linken Seiten den Routenverlauf an und auf den rechten Seiten gibt es Infos zur Strecke, also Wissenswertes entlang der Ausfahrt. Es geht hinaus aus der neu entstehenden Überseestadt, dem ehemaligen Seehafen von Bremen, in das Güterverkehrszentrum. Neben unterschiedlichsten Gütern werden hier auch viele Teile für den aktuellen Automobilbau von Mercedes Benz in Bremen für die Just in time - Produktion bevorratet. Erst vier Stunden vor der Produktion werden diese in das Werk gefahren. Wirtschaft 4.0 findet hier ebenfalls statt, Roboter montieren, schweißen und fügen ausgelagert vom Werk bei Subunternehmen Gruppen von Fahrzeugteilen zusammen.
Wir verlassen das GVZ und fahren über idyllische Sträßchen auf der westlichen Weserseite in die Wesermarsch. Entlang des Weserdeiches mit weidenden Schafherden geht es durch kleine Dörfer mit reetgedeckten Kapitäns- und Fischer Häusern. In Lemwerder passieren wir die Traditionswerften Abeking & Rassmussen und Lürssen. Neben Marine-, Spezial- und Forschungsschiffen werden hier ebenfalls Premium-Yachten in der Größe von Kreuzfahrschiffen gebaut.

 

Abgefahren, voll die Welle!

 

Über den Deich geht es nun auf die Weserfähre Blumenthal. Ich steige aus und blicke zurück auf den Deich, der Fährmann ebenfalls. Oh, vier Mercedes Kombis auf einmal!, sagt er. Kommen da etwa noch mehr? Es werden 19, sage ich. Ach was, das ist ja Wahnsinn! Ich hatte auch mal einen, wie schön! Die bekommen wir alle drauf und wenn wir rangieren müssen. Er grinst und freut sich sichtlich, wir auch. Es geht hinaus in den Weserstrom Richtung Blumenthal, doch was ist das?
Der Kapitän überrascht uns mit einem Fährschiff-Ballet, der Fluss und wir werden mal so richtig aufgemischt, fantastisch!!! So etwas ist einfach nicht planbar und wirklich klasse.

 

Bremer Schweiz?

 

Immerhin 30 m über den Meeresspiegel liegt dieses Gebirge, das findet man im nördlichsten Teil vom Land Bremen. Wir fahren nach Vegesack für einen kurzen Stopp in Höhe des Schulschiffes Deutschland. Auf der anderen Weserseite liegen Yacht-Rohbauten von den oben genannten Werften. Vorbei an den Stahlwerken, hier wird ebenfalls Blech für Mercedes Benz hergestellt, führt uns der Weg zurück in den Bremer Überseehafen. Vom Schuppen Eins, unserem Ausgangspunkt aus geht es nun Richtung Harpstedt.

 

Drive hatten wir, Dinner wollen wir…

 

Bremen ohne Stau geht nicht! Extra für uns? B 75 und Kanaldeckel, da ist er! Trotzdem geht das ungewisse Zeit-Management auf, denn wir treffen so kurz nach 13.00 Uhr am Zielort ein. Parken vor dem Festsaalgebäude, so wie es sich gehört, Gerade und Tür an Tür. NEIN! Bitte, parkt großzügig auf diesem Gelände! Potential hätte es für viele mehr gegeben, ein idealer Ort mit attraktiver Kulisse. Nun wird unorthodox geparkt, so wie ich mir das in meiner Fantasie erträumt hatte. Das Dinner, ein vielseitiges Grillmenü, ließ keine Wünsche offen. Keiner war gezwungen sofort zu Essen, Zeitfenster bis 15.00 Uhr. Gäste überlegten noch, die Tafel nach draußen zu verlegen weil das Wetter einfach perfekt war.
Auch nicht geplant, Helferinnen des Partyservices hatten einen Zentralschlüssel für die historischen Scheunen. Spontan wurden diese geöffnet und wir erfuhren geschichtliches aus der bäuerlichen Umgebung. Ein Teilnehmer, Mitarbeiter im Werk Bremen, erklärte uns an einem praktischen Beispiel eines bäuerlichen Gerätes den Spruch: Einen Zacken zulegen! Ungeahnte Fortbildung an so einem Tag geht auch.

 

Auf dem Laufsteg,
interessante Mercedes Kombis…

 

Mann, wo ist die Zeit geblieben? Schon nach 15.00 Uhr? Ich wollte doch…,
… DAS KOMBIS VORGESTELLT WERDEN!!!

 

Unterm Pavillon sind Tonanlage und Lautsprecher aufgestellt. Die Fahrzeuge und ihre Halter versprechen interessantes.
Ich bringe Jekyll and Hyde, meine beiden Kombis in Position. Erzähle vom 300 TE aus den ersten 8 Wochen der Produktion im Jahr 1985 mit Lorinserteilen vor Zulassung ausgestattet. Dem positiven Kauferlebnis im Jahr 1989. Das ich der 2. Halter bin, das Auto bis jetzt eine Laufleistung von 10 Weltumrundungen hat, der Grundpreis damals bei ca. 45.000 DM lag und gleichviel Geld für die Extras ausgegeben wurden. Jahre später nach dem Wechsel zur blauweißen Marke (E 39 530 D), den S 210 mochte ich, nicht wieder einen S 124 gekauft habe. Kurz, trotz guter Vorbereitung bin ich mit diesem Auto betrogen worden. Papiere gefälscht, Verkäufer mit falschem Namen, unauffindbar, Auto sicherstellen für Jahre bis zur Gerichtsverhandlung. Das Auto ist nicht aus erster Hand wie angegeben, ich bin vermutlich mindestens der siebte, welcher ihn bewegt. Tacho gedreht, bei mir auf Null gestellt und in Technik und Blech investiert. Nun bin ich selbst mit dem E 320 T aus 1995 über 100.000 Km ohne Ausfälle in sieben Jahren gefahren.

 

1985, da lief das nächste Auto vom Band in Bremen, welches der Halter Hildesheim vorstellt. Es ist ein anthrazitgrau-metallic lackierter S 123 280 TE AMG Stufe II! Der Besitzer hat sich tief in die Geschichte seines Fahrzeuges eingearbeitet und kann uns sein Wissen vermitteln. In der Szene ist der Wagen kein unbekannter.

 


Das hier gleich noch ein zweiter S 123 280 TE AMG Stufe II aus 1985, diesmal in silber-metallic auftaucht war der Hammer. Der junge Mann aus Blomberg im Sauerland fand das Auto im Nachbarort. So was ist wie ein Sechser im Lotto! Beide Halter trafen sich hier das erste Mal, ganz bestimmt eine Geschichte mit Zukunft.

 

Was jetzt vorgestellt wurde war aber das absolute Highlight des Treffens! Es ist ein W 120 Ponton aus dem Jahr 1956, gebaut von Binz. Einfach herrlich anzusehen, dazu noch ein Stoff-Faltschiebedach! Diese grüne Farbe, die ebenfalls grüne Lederausstattung, alles blitzt und glänzt! Wo sind die Alleen, das nächste Picknickziel, für immer Urlaub – und Fahren…!
Wir erfahren von dem sympathischen Mann aus dem Landkreis Aurich in Ostfriesland, dass das Fahrzeug als Begleitfahrzeug eines historischen Porsche für die Teilnahme an der Mille Miglia restauriert wurde. Grün war angesagt weil der Porsche diese Farbe trug. In Hell- und Dunkelgrün wurde die Innenausstattung mit Leder gewählt. Der heutige Besitzer suchte eigentlich nur einen Ponton-Mercedes und stieß zufällig auf dieses Fahrzeug. Fortan blieb er am Ball, bis er das Fahrzeug erwerben konnte. Als eine Zierleiste an einer Tür ersetzt werden sollte stand eigentlich nur eine Beilackierung an. Es war der Beginn einer neuen Totalrestauration. Alles ab, alles weg und von Grund auf neu! Zinn ersetzt Spachtel, Original-MB-Leder ersetzt Leder +++!!! Heute gewinnt der Kombi auf einschlägigen Veranstaltungen Preise für die überzeugende Arbeit. Hut ab! Auch wir waren begeistert.

 

Binz und Co. Ja, was haben wir hier? Gleich zwei Strich Acht W 115 Raritäten. Der zurückhaltende Besitzer des hellblauen 220 D Binz Kombi aus Hannover konnte uns berichten, dass das Auto im Gegensatz zu vielen Binz Kombis, hergestellt als Krankenwagen oder Bestattungsfahrzeuge über den normalen Radstand der Limousinen verfügt und wohl nur etwa 60 Fahrzeuge in dieser Variante hergestellt wurden. Er hat diesen Kombi selbst restauriert, einiges optimiert und verbessert, toll! Auch selten wie die blaue Mauritius ist dieses Pickup-Modell des W 115, ebenfalls ein 220 D aus Hannover. Hergestellt wurde das Fahrzeug von der Karosseriebaufirma Jauernig in Österreich. Der Besitzer kam beim Kauf dem Hersteller zuvor, denn dieser hätte es gerne für die Firmenhistorie erworben. Nach Südamerika wurden eine größere Anzahl dieser Modelle exportiert oder dort hergestellt.

 

Strich Acht und Fan aus Bremen? Den hatten wir auch.

Als Alltagswagen hat dieser aber einen 300 TE aus dem Baujahr 1990. Na und? Und was ist da besonderes zu erwähnen?

 

Wahnsinn, denn er fährt dieses Auto sage und schreibe als zwölfter Halter! Rückrüstung, back to the routes, ist hier angesagt. Gasanlage raus und vieles mehr.

 

Zuverlässig ist er aber, und das seit Jahren!

 

Aus unseren BENZ FRIENDS CLASSIC Reihen gab es Knut, einen 250 TD, heute in ostfriesischer Hand zu sehen. Knut war früher ein Understatement-Geschäftswagen eines Unternehmers auf Sylt, welcher Golfanlagen im Millionenbereich angelegt hat. Seit dem Besitzerwechsel wird Patina in Form von Pflege-Verweigerung, sehr zum Leidwesen von Beobachtern angestrebt. Ausversehen passiert doch mal was. Als für den Sommer neue Winterräder montiert wurden, hat der Azubi die Felge sauber gemacht! Wie ärgerlich. Beim Treffen das Statement des Ostfriesen aus dem Landkreis Leer: Ich habe ihn nur mitgebracht, damit alle Anderen (mit Recht) behaupten können, meiner ist aber gepflegter.
Daneben der dunkelblaue S 124 230 TE unseres jungen Führerschein-Neulings. Das Auto der Mutter hat sogar hellgraue Lederausstattung, auch nicht selbstverständlich bei dieser Motorisierung. Erfreulich zu registrieren, es gibt sie, die Jugend, welche in unsere Fußstapfen steigt und Geschichte fortsetzt. Viel Erfolg!

 

Nach dem offiziellen Anmeldeschluss meldete sich über einen Mittelsmann junger Abenteurer aus Vechta an. Seit Anfang des Jahres Besitzer eines S 124 230 TE aus dem Jahr 1990. Warum so spät?
Er war auf Reisen, über 7.000 Km, durch alle Anrainer-Länder der Ostsee. Pannen gehabt? Nein, nur einmal wollte er kurz nicht anspringen.

 

Hier noch ein schönes Beispiel für die Farben der Siebziger, ein S 123 240 TD aus Bremen. Braun die Aussenfarbe, Beige die Innenausstattung. Dazu mal nicht Fuchsfelgen, nein die originalen Radkappen.

 

Auch S 124 geht bunt, zwar gedeckte Farben. Hier mal in dunkelblau-metallic mit grauer Innenausstattung. Für den Karosseriebauer aus Bremen keine Schwierigkeit, den verunfallten E 220 T aus dem Jahr 1995 wieder perfekt her zu richten.

 

Es wurden noch weitere Fahrzeuge vorgestellt, nur habe ich da keine Bilder von gemacht, sorry! Vielen, vielen Dank an alle Teilnehmer! Auch an den BFC, er weiß, wen ich meine, welcher morgens schon kam, abends noch half. Auch an die Gäste, welche spontan in die Geldbörse gegriffen haben, Thanks! Die, welche mit abgebaut, Reste-Essen im heimischen Garten verdrückt und Butterkuchen mitgenommen haben. All das war hilfreich!

 

Für mich persönlich war es auf jeden Fall einer der schönsten Tage in meiner automobilen Geschichte! Wiederholbar wird das so nicht sein. Noch einmal, so nebenbei, nach Feierabend, nicht wieder ungeahnt fast alleine werde ich das nicht machen. Gewünscht waren mehr Teilnehmer (Quantität), absolut überraschend war aber die Qualität, und zwar die, die der Geschichten! Das war genau das erhoffte. Dieser außergewöhnliche Tag hat einfach gestimmt! Mails verraten, es ging Gästen ähnlich, Danke!

 

 

Gerne treffe ich euch wieder, für Ideen immer offen!

 

 

Grüße an alle, Matthias

 

 

Erfrischend anders?... 3. KOMBITREFFEN 2017

… Das 3. Kombitreffen -„Made in Bremen“ am 7. Oktober 2017 fand leider bei stürmischem Regenwetter statt.  Schade, hatten wir doch einen großen Teil unserer Veranstaltungsideen für den Aussenbereich geplant und einen ganzen Tag innerhalb des Schuppen Eins zu verbringen lag nicht unbedingt im Sinne der Erfinder. Um das Negative hier gleich kurz ab zu handeln, die Borgward-Fraktion glänzte durch Abwesenheit und die so erwünschten Sonderfahrzeuge, ob Bestattungs-, Krankenwagen oder Pickups und ähnliches fanden diesmal leider nicht den Weg zu unserer Veranstaltung.

 

Die folgenden Bilder sind per Klick vergrößerbar.

 

Vier Genarationen Sprung in feinen Grüntönen. Ponton Kombi von Binz mit Faltschiebedach und E 500 T Umbau auf E 320 T Basis
Vier Genarationen Sprung in feinen Grüntönen. Ponton Kombi von Binz mit Faltschiebedach und E 500 T Umbau auf E 320 T Basis

SUPERLATIVE!                                                          Die Kombi Connection - Klassiker mit Stern

Zahlen gefällig? Die Bandbreite von Kombis reichte diesmal vom W 120 180 D Ponton von Binz von 1956? bis zum S 124 E 320 T als E 500 T Umbau von 1995. 40 Jahre Geschichte kreativen Automobilbaus!

 

 

Wieder wurde ein von weltweit nur 9-mal von Binz gebautes W 210 E 280 T Modell in Langversion mit 6 Türen präsentiert. Der Halter hat gleich 2 davon.

 

Fein ebenfalls war ein W 110 200 D Universal Heckflossen-Kombi aus dem Jahr 1968, diesmal aus Hamburg.

 

Der in Belgien von der Firma IMA gebaute Kombi war der erste Wagen, welcher in größeren Stückzahlen von Mercedes Benz auch in Deutschland angeboten wurde.

Weiter geht es mit dem Strich Acht der nächsten Fahrzeuggeneration. Dieses hellblaue Prachtstück, ein 220 D ist die Nummer 71 von ca. 250 gebauten Binz Kombis. Bemerkenswert an dieser Stelle, es ist eines der wenigen Fahrzeuge, welches nicht über den langen Radstand von Kranken- und Bestattungswagen verfügt. Hier hat der erste Besitzer bewusst einen Mercedes Kombi für private Zwecke bauen lassen. Der heutige Halter hat dieses Auto getunt, er hat es verbessert! Eine Rücksitzbank vom Nachfolgemodell, dem S 123 T wurde angepasst und eingebaut. Damit nicht genug, die dritte Sitzbank kam auch noch rein! Keine Frage, der Mann kann was. Detailverliebt wurde manches nachgebessert, was Binz vorher aus praktischen Gründen primitiver machte.

An dieser Stelle gleich mal ein ganz großes Dankeschön an Björn, unserem Moderator, welcher diese Informationen versiert in Erfahrung brachte.

Dank ihm erfuhren wir auch von einem Ehepaar, welches seit der S 123 Kombi-Produktion vor vierzig Jahren im Mercedes Werk Bremen arbeitet interessantes aus dieser Geschichte erzählte.

 

 

 

 

 

So wurde uns zum Beispiel berichtet, das Anfangs normale Limousinentüren für die Kombiversion mit neuen Türrahmenteilen für die C-Säule umgebaut wurden. Jeder 123 Kombi ist zum Beispiel zusätzlich zur Fahrgestellnummer mit A oder B gekennzeichnet. Dies gab Auskunft in welcher Schicht das Auto vom Band lief. Damals gab es den Untergang der AG Weser Werft und viele Schiffsbauer beworben sich im Werk.Schiffsplanken wurden gegen dünnes Blech von Präzisionsmodellen getauscht. Eine wahre Herausforderung für Beide Seiten!

 

 

 

 

 

 

Gerne wollen wir mehr aus dieser Zeit erfahren! Herzlichen Dank an die Beiden!

Ja, wie uns von Teilnehmern berichtet wurde war dieses Treffen die größte Zusammenkunft von 123 T-Modellen mit 14 Fahrzeugen!

 

 

 

Sauber, denn einem Fan mit seiner Familie waren 1.300 Kilometer Fahrstrecke diese Veranstaltung wert.

Anreise? Ganz aus Finnland kam ein Besucher, leider diesmal ohne sein Auto. Aufkleber, welche er sich wünscht schicken wir ihm noch. Aus Dänemark kam ebenfalls ein 123 T. Dreieinhalb Stunden Anreise waren geplant. Verdoppelt hat sich die Zeit, sieben Stunden Kombi genießen auf der A 7 im Raum Hamburg waren angesagt. Gut, dass sie gleich ein Wochenende in Bremen geplant hatten.

Nettes Grafitti: ALLE WEGE FÜRN NACH CHROM! Hat der Sprayer an uns gedacht?
Nettes Grafitti: ALLE WEGE FÜRN NACH CHROM! Hat der Sprayer an uns gedacht?

Ca. fünfzig S 124 T-Modelle füllten die Parkflächen vor dem Schuppen Eins. Vom 1. Hand Fahrzeug bis zu einem unkaputtbaren 12. Hand Auto!

580.000 Km hat einer auf der Uhr, nicht Tacho drehen. Hier zeigt sich Qualität, 13-mal rund um die Erde, das ist doch was? Was machen Jungs, die keinen Kombi haben und für ihre Idee einer 20 Nationen Rallye werben wollen? Pappe und Tape, fertig ist ein weiteres T-Modell. Ja bunt war es auch draußen, denn viele Autos waren individuell gestaltet. Reine Männersache ist das Kombitreffen nicht, bewies eine E 320 T Fahrerin aus Ganderkesee. Was auch passieren kann ist, dass einer gleich für jeden Werktag einen S 124 hat, also 5 Stück. Kommt der Fan aus Neuenkirchen mit fünf Freundinnen, welche mal Kombi fahren dürfen zu einem nächsten Treffen oder kommt er fünfmal mit einem anderen Fahrzeug? Dann sollten wir mindestens fünf weitere Treffen planen, also dann.

 

Hier noch ein ganz großes Dankeschön an Anke, welche spontan über den ganzen Tag an der Anmeldung geholfen hat obwohl sie sonst nichts mit uns zu tun hatte! Helge Danke für die Präsentation seines außergewöhnlichen Projektes zum Motor einen passenden Wagen zu finden und den Weg zum Wiederaufbau eines seltenen S 124 300 TE-24 zu erfahren.

 

Volker, dem Urvater der Kombitreffen-Idee und seinen Freunden Dank für die großartige Welt im Maßstab 1/32 mit ferngelenkten Modellen. Keine Frage, der Schuppen Eins mit seinem Team und Ideen sowie Umsetzung der Spiele gehört ebenfalls dazu. Auch ein großes Dankeschön an alle BENZ FRIENDS CLASSIC Helfer!

 

Last but not least, Urkunden gab es. Ein Stechen wäre bestimmt interessant gewesen wenn all die tollen und bewundernswerten Autos mit ihren Besitzern bis zum späten Nachmittag geblieben wären, lag wohl doch am Wetter?

 

Nach Regentagen kommen auch Sonnentage, also bis zum nächsten Kombi Connection Treffen! Matthias

 

Messen Marathon Essen und Stuttgart 2018

 

Messen Marathon! Techno Classica in Essen und Retro Classics in Stuttgart. LER, HB und OL sind unsere Wohnorte. Wie geht das? Fliegen, Bahn, Hotels? Wir haben uns ein 79.000 Euro VK–Preis Wohnmobil gemietet, zu dritt.

Kombi Connection. Klassische Mercedes Kombis wollen wir sehen, wenn es noch welche geben sollte (auf Klassiker Messen)? Im Februar waren zumindest in Bremen bei der Bremen Classic Motorshow ein top restaurierter S 123 280 TE und ganz fein, ein 560 SET in schwarz als Einzelstück zu sehen (Steenbuck)! Auch das Parkdeck bot einen S 123 und ein S 124 Modelle.

 

Im April vor 40 Jahren begann in Bremen die Produktion des S 123. Mit diesem Modell gelang es Mercedes hier auf dem heimischen Markt diese Gattung von Fahrzeugen gesellschaftsfähig zu machen.

Bis dahin waren Kombis für die Zielgruppe Handwerker vermarktet worden.

 

Dieses Fahrzeug hier wurde sehr aufwendig restauriert und optimiert!

 

Von meiner Seite Lob an das 1-Mann-Restaurations-Unternehmen aus Bremen und den Auftraggeber, welchem dieses Ergebnis wichtig war!

 

Ca. 400 Km Anreise und wir sind auf der Leitmesse Techno Classica in Essen (30 Jahre!). Vor fünf Jahren gab es auf den Außengeländen noch eine vielfältige Auswahl von S 123 und S 124 Modellen. Auch Händler hatten welche im Angebot. Dieses Jahr gab es ein S 123 230 TE in Anthrazit-Metallic im Zustand 3 für einen fairen Preis von knapp unter 10.000 Euro und einen weißen S 124 300 TE Mopf 2 aus Japan, anständig aber nicht original zu sehen. Werbung für einen weiteren 300 TE mit AMG Spoilerwerk klebte am Seitenfenster. Highlight war aber als individuelles Einzelstück der W 126 500 SE Kombi in hellblau mit rotem Leder. Hier hat sich die japanische Künstlerin ihren Kombitraum erfüllt. Geschmackssache? Die handwerkliche Arbeit ist aber gut ausgeführt und es ist ein echtes Unikat. Rosier in Oldenburg hat hier Hand angelegt um das Fahrzeug im neuen Glanz erscheinen zu lassen. Die Präsentation des Fahrzeuges fand auf großzügiger Fläche statt. W 126 Exot Nummer 2 auf der zweiten Messe(Essen)!

 

Übrigens exotisch waren hier die kleinsten Autos, Microcars. Weniger geht kaum und trotzdem sehr individuell. Sehenswert sind auf dieser Messe auch die fantasievollen Clubstände und jedes Jahr ein Sonderthema, diesmal Rennwagen. Überhaupt, es ist wie in einem Labyrinth. Waren wir hier schon oder was?

 

Messe Essen ist gegessen – 20.30 Uhr und ab nach Stuttgart zur Messe … 430 Km – Ankunft 2.45 Uhr.

 

Vier Stunden pennen, die Profilschuhe sind schon zu Slicks geworden und unsere Fahrwerke gebräuchten neue Stoßdämpfer (Beine).

Die Retro Classics ist Neuland für uns. 9.00 Uhr und wir sind in Halle Eins. Toll, nichts mit Bändern abgesperrt und so breite Gänge. Schieben und Drücken gab es erst später, lag wohl an der frühen Uhrzeit! Was uns sofort auffiel, es gab Autos aus den Siebzigern und Achtzigern , welche ein durchaus akzeptables Preisniveau boten. Es geht also doch noch. Bei mir kommt aber auch der Verdacht auf, irgendwo in einem fernen Land stehen 3-D-Drucker und drucken endlos Pagoden, W 111 Cabrios, 300 SL Flügeltürer, Porsche in allen Varianten? (Ich kann sie fast nicht mehr sehen - schade!) Mir ging das so bei dem Gebrüder Schlumpf Museum in Mulhouse (F) vor Jahren mit den Bugattis ähnlich. Perfekter Automobilbau, dann angehäuft in Reihen, soweit das Auge reichte. Sternlastig ist Stuttgart aber auf jeden Fall. Nicht nur in den Hallen, auch draußen konnte man feines entdecken! Drinnen, gleich zwei Raritäten. 300 SL Cabrio und Flügeltürer, NICHT RESTAURIERT!!! Nur technisch überholt. Toll! Übrigens, alle Bilder sind per Klick vergrößerbar.

 

W 111 300 SE 6.3 V8 mit Einzelsitzanlage in Weiß Innen und Außen, edel und exotisch. AMG’s vom W 124, R 107 bis R 129, zwei Brabus W 124, einen roten R 107 getunt von ABC Exclusive? Wonach wir drei lange und verzweifelt gesucht haben war aber unser Objekt der Begierde, der Zender Kombi W 126 560 SEL von Ralf Weber, welcher in der Sondershow Tuning gezeigt wurde. Halle 10, eingemauert und versteckt, gefühlt die Fläche kleiner als das edle Stück, das 560 SEC Coupe, genau so schön, musste sich den Platz teilen.

Schwaben gelten ja als geizig, hier war das mit dem Platz absolut fehl am Platz!

 

In dieser Halle war aber auch der größte Exot zu sehen, ein Einzelstück.

 

DER SCHLÜTER!

 

Und auch fein und selten (heute), in dieser Halle wurden historische Landmaschinen als ich da war angeschmissen. Das Publikum und ich waren begeistert, es war einen Sonderapplaus wert!

Deshalb habe ich ein Außengelände versäumt, leider, denn hier war der S 124 E 60 AMG zu sehen!!! Meine BENZ FRIENDS CLASSIC  Freunde haben aber Bilder gemacht. Die Bilder sind per Klick vergrößerbar!

 

Hätte ich das Geld, wäre das eines meiner Traumautos trotz der Kilometerzahl und des Preises. (Ein nackter S124  200 TE aus Japan mit 65.000 Km wurde auf der Messe für 17.800 Euro verkauft)

 

 Mein S 124 300 TE Lorinser  BJ 1985 hat über 400.000 Km auf der Uhr und mein E 320 T BJ 1995, vermutlich mit mindestens 6 Haltern davor fahre ich selbst seit 100.000 Km ohne Pannen. Andere sammeln, ich fahre.

Messe Fazit: Beide sind sehenswert! Das große Stechen, beide an einem Wochenende, Mächtekampf, das ist für mich ein unmögliches Konzept! Es wird wohl einen Verlierer geben. Das betrifft mich und Aussteller, diese haben das auch geäußert. 

Ein Bericht von Matthias

 

Man muss nur wollen, dann geht was! Beispiel Ponton Kombis im Konvoi...

7 Ponton Kombis unterwegs...
7 Ponton Kombis unterwegs...

Das erste KOMBI TREFFEN 2015 im Rückblick

Zur BENZ FRIENDS CLASSIC Historie gehört auch diese Story: 1. Kombi Treffen - Made in Bremen

Nehmt euch die Zeit und schaut mal nach!

Historie 2016: DER TAG DANACH!

2. KOMBI TREFFEN - „Made in Bremen“ 1.10.2016

Einen Bericht mit Bildern findest Du unter UNSERE HISTORIE 2016 2. Kombi Treffen - Made in Bremen

 

Jeder, der diese Idee unterstützen will, ob Fan, Macher, Händler, jedenfalls Leute die dem Thema wie auch immer verbunden sind, sollten die Flyer anfordern und besser noch mit Kreavität mitmachen!

 

Einfach unter KONTAKT AUFNEHMEN melden!

 

Wir freuen uns auf jede Anregung!

 

Was passiert auf Klassiker-Messen?

Messebesuche gehören ja neben den Teilnahmen an einschlägigen Veranstaltungen des Jahres zu den Erlebnissen, welche uns einen Überblick der aktuellen Entwicklungen zeigen.

 

 

Anfang des Jahres 2017 gab es die Motor Classic Show in Bremen. Hier wurden in den Messehallen zwei S 124 Kombis, nicht die Spitzenmodelle, angeboten. Ein 230 TE ist innerhalb des ersten Messetages für ca. 13.000 Euro verkauft worden. Auch das zweite Fahrzeug, das Modell habe ich nicht mehr in Erinnerung, wechselte auch für über 10.000 Euro den Besitzer. Beliebter Besuchermagnet ist das Parkdeck. Hier sah ich noch einen S 123 TE, recht schön, und einen S 124 mit Fehlteilen und abenteuerlicher, reißerischer Beschreibung. Also zum Thema Kombi, das war es!

 

 

Im April 2017 führte uns, ein paar BENZ FRIENDS CLASSIC, der Weg zur Leitmesse für klassische Fahrzeuge  nach Essen. Die TECHNO CLASSICA ist nach Selbstbeschreibung die größte Messe dieser Art auf dem europäischen Kontinent.

 

In eigener Mission, für das 3. KOMBI TREFFEN – MADE IN BREMEN zu werben, hatten wir Infoflyer mitgenommen. Unseren klassischen Kombi, einen sehr frühen S 124 300 TE stellten wir direkt neben einen Ponton Kombi, gebaut von Binz ab. Es war die Parkfläche direkt vorm Messeeingang Ost. Hier kommen ja viele Besucher vorbei, also gleich noch Flyer unter die Scheibenwischer und Plakate an die Seitenfenster!

 

 

Mit Werbematerial in den Taschen ging es nun los. 13 Hallen und 3 Freigelände mit Fahrzeugangeboten lagen vor uns. Nach empfunden, hunderten von Porsche und ähnlich vielen Mercedes Pagoden und W 111 Cabrios tut jedes Auto gut, welches von einem anderen Hersteller stammt oder anders aussieht! Sold, das Schild, sah ich dieses Jahr nicht mehr ganz so häufig wie in den Jahren zuvor. Hier frage ich mich sowieso, welcher echte Liebhaber und Fahrer kauft ohne eine Probefahrt, einen Check zur Geschichte, der Prüfung von Technik und Originalität ein Auto teilweise im sechsstelligen Eurobereich? Echten Liebhabern wäre es zu wünschen, wenn diese Geldanlegerwelle abebbt. Der früheren Vielfalt dieser Messe täte es auf jeden Fall gut.

 

 

Wenn man sich Mühe gab konnte man trotzdem tolles Design aus den vierziger und fünfziger Jahren sehen. Italienisches war hier wieder besonders beeindruckend. Wie schick ein Goggomobil als Cabrio sein kann oder ein FIAT 750 mit Sonderkarosserie mit Zweifarben-Lackierung und ebensolcher Innenausstattung bewiesen Exponate. Wo ist heute nur dieser Ideenreichtum geblieben?

 

In Halle präsentierte sich Mercedes Benz. Irgendeinen Kombi aus der langjährigen Geschichte dieser Weltmarke habe ich nicht gesehen. Bei verschiedenen Mercedes Clubs habe ich Flyer überreicht. Bei Gesprächen erfuhr ich, dass sich einige heute richtig ärgern, ihre Kombis erst vor Jahren verkauft zu haben.

 

 

Einen S 123 300 TDT sahen wir auf einen der Freigelände. Er muss wohl sein bisheriges Leben in trockenem, sonnigem Klima verbracht haben? Matt und rissig der Lack, Rost auf dem Dach, nicht an den sonst üblichen Stellen! Interne Diskussion unter uns ob der so bleiben sollte und ein H-Kennzeichen verdient hat? 3 zu 1 dafür.

 

 

Gerne hätte ich zum Schluss dieses Berichtes eine Bildergalerie von Kombis von Borgward und Mercedes angefügt. Geht nicht, weil es gab einfach keine auf dieser Leitmesse!  Vor wenigen Jahren war dies noch ganz anders.

 

Bericht von Matthias