Erfrischend anders?...

… Das 3. Kombitreffen -„Made in Bremen“ am 7. Oktober 2017 fand leider bei stürmischem Regenwetter statt.  Schade, hatten wir doch einen großen Teil unserer Veranstaltungsideen für den Aussenbereich geplant und einen ganzen Tag innerhalb des Schuppen Eins zu verbringen lag nicht unbedingt im Sinne der Erfinder. Um das Negative hier gleich kurz ab zu handeln, die Borgward-Fraktion glänzte durch Abwesenheit und die so erwünschten Sonderfahrzeuge, ob Bestattungs-, Krankenwagen oder Pickups und ähnliches fanden diesmal leider nicht den Weg zu unserer Veranstaltung.

 

Die folgenden Bilder sind per Klick vergrößerbar.

 

Vier Genarationen Sprung in feinen Grüntönen. Ponton Kombi von Binz mit Faltschiebedach und E 500 T Umbau auf E 320 T Basis
Vier Genarationen Sprung in feinen Grüntönen. Ponton Kombi von Binz mit Faltschiebedach und E 500 T Umbau auf E 320 T Basis

SUPERLATIVE!                                                          Die Kombi Connection - Klassiker mit Stern

Zahlen gefällig? Die Bandbreite von Kombis reichte diesmal vom W 120 180 D Ponton von Binz von 1956? bis zum S 124 E 320 T als E 500 T Umbau von 1995. 40 Jahre Geschichte kreativen Automobilbaus!

 

 

Wieder wurde ein von weltweit nur 9-mal von Binz gebautes W 210 E 280 T Modell in Langversion mit 6 Türen präsentiert. Der Halter hat gleich 2 davon.

 

Fein ebenfalls war ein W 110 200 D Universal Heckflossen-Kombi aus dem Jahr 1968, diesmal aus Hamburg.

 

Der in Belgien von der Firma IMA gebaute Kombi war der erste Wagen, welcher in größeren Stückzahlen von Mercedes Benz auch in Deutschland angeboten wurde.

Weiter geht es mit dem Strich Acht der nächsten Fahrzeuggeneration. Dieses hellblaue Prachtstück, ein 220 D ist die Nummer 71 von ca. 250 gebauten Binz Kombis. Bemerkenswert an dieser Stelle, es ist eines der wenigen Fahrzeuge, welches nicht über den langen Radstand von Kranken- und Bestattungswagen verfügt. Hier hat der erste Besitzer bewusst einen Mercedes Kombi für private Zwecke bauen lassen. Der heutige Halter hat dieses Auto getunt, er hat es verbessert! Eine Rücksitzbank vom Nachfolgemodell, dem S 123 T wurde angepasst und eingebaut. Damit nicht genug, die dritte Sitzbank kam auch noch rein! Keine Frage, der Mann kann was. Detailverliebt wurde manches nachgebessert, was Binz vorher aus praktischen Gründen primitiver machte.

An dieser Stelle gleich mal ein ganz großes Dankeschön an Björn, unserem Moderator, welcher diese Informationen versiert in Erfahrung brachte.

Dank ihm erfuhren wir auch von einem Ehepaar, welches seit der S 123 Kombi-Produktion vor vierzig Jahren im Mercedes Werk Bremen arbeitet interessantes aus dieser Geschichte erzählte.

 

 

 

 

 

So wurde uns zum Beispiel berichtet, das Anfangs normale Limousinentüren für die Kombiversion mit neuen Türrahmenteilen für die C-Säule umgebaut wurden. Jeder 123 Kombi ist zum Beispiel zusätzlich zur Fahrgestellnummer mit A oder B gekennzeichnet. Dies gab Auskunft in welcher Schicht das Auto vom Band lief. Damals gab es den Untergang der AG Weser Werft und viele Schiffsbauer beworben sich im Werk.Schiffsplanken wurden gegen dünnes Blech von Präzisionsmodellen getauscht. Eine wahre Herausforderung für Beide Seiten!

 

 

 

 

 

 

Gerne wollen wir mehr aus dieser Zeit erfahren! Herzlichen Dank an die Beiden!

Ja, wie uns von Teilnehmern berichtet wurde war dieses Treffen die größte Zusammenkunft von 123 T-Modellen mit 14 Fahrzeugen!

 

 

 

Sauber, denn einem Fan mit seiner Familie waren 1.300 Kilometer Fahrstrecke diese Veranstaltung wert.

Anreise? Ganz aus Finnland kam ein Besucher, leider diesmal ohne sein Auto. Aufkleber, welche er sich wünscht schicken wir ihm noch. Aus Dänemark kam ebenfalls ein 123 T. Dreieinhalb Stunden Anreise waren geplant. Verdoppelt hat sich die Zeit, sieben Stunden Kombi genießen auf der A 7 im Raum Hamburg waren angesagt. Gut, dass sie gleich ein Wochenende in Bremen geplant hatten.

Nettes Grafitti: ALLE WEGE FÜRN NACH CHROM! Hat der Sprayer an uns gedacht?
Nettes Grafitti: ALLE WEGE FÜRN NACH CHROM! Hat der Sprayer an uns gedacht?

Ca. fünfzig S 124 T-Modelle füllten die Parkflächen vor dem Schuppen Eins. Vom 1. Hand Fahrzeug bis zu einem unkaputtbaren 12. Hand Auto!

580.000 Km hat einer auf der Uhr, nicht Tacho drehen. Hier zeigt sich Qualität, 13-mal rund um die Erde, das ist doch was? Was machen Jungs, die keinen Kombi haben und für ihre Idee einer 20 Nationen Rallye werben wollen? Pappe und Tape, fertig ist ein weiteres T-Modell. Ja bunt war es auch draußen, denn viele Autos waren individuell gestaltet. Reine Männersache ist das Kombitreffen nicht, bewies eine E 320 T Fahrerin aus Ganderkesee. Was auch passieren kann ist, dass einer gleich für jeden Werktag einen S 124 hat, also 5 Stück. Kommt der Fan aus Neuenkirchen mit fünf Freundinnen, welche mal Kombi fahren dürfen zu einem nächsten Treffen oder kommt er fünfmal mit einem anderen Fahrzeug? Dann sollten wir mindestens fünf weitere Treffen planen, also dann.

 

Hier noch ein ganz großes Dankeschön an Anke, welche spontan über den ganzen Tag an der Anmeldung geholfen hat obwohl sie sonst nichts mit uns zu tun hatte! Helge Danke für die Präsentation seines außergewöhnlichen Projektes zum Motor einen passenden Wagen zu finden und den Weg zum Wiederaufbau eines seltenen S 124 300 TE-24 zu erfahren.

 

Volker, dem Urvater der Kombitreffen-Idee und seinen Freunden Dank für die großartige Welt im Maßstab 1/32 mit ferngelenkten Modellen. Keine Frage, der Schuppen Eins mit seinem Team und Ideen sowie Umsetzung der Spiele gehört ebenfalls dazu. Auch ein großes Dankeschön an alle BENZ FRIENDS CLASSIC Helfer!

 

 

 

Last but not least, Urkunden gab es. Ein Stechen wäre bestimmt interessant gewesen wenn all die tollen und bewundernswerten Autos mit ihren Besitzern bis zum späten Nachmittag geblieben wären, lag wohl doch am Wetter?

 

 

 

Nach Regentagen kommen auch Sonnentage, also bis zum nächsten Kombi Connection Treffen! Matthias

 

 

 

Kombi-Modelle der Vergangenheit in ihrer Vielfalt!

Das erste KOMBI TREFFEN 2015 im Rückblick

Zur BENZ FRIENDS CLASSIC Historie gehört auch diese Story: 1. Kombi Treffen - Made in Bremen

Nehmt euch die Zeit und schaut mal nach!

Historie 2016: DER TAG DANACH!

2. KOMBI TREFFEN - „Made in Bremen“ 1.10.2016

Einen Bericht mit Bildern findest Du unter UNSERE HISTORIE 2016 2. Kombi Treffen - Made in Bremen

 

Jeder, der diese Idee unterstützen will, ob Fan, Macher, Händler, jedenfalls Leute die dem Thema wie auch immer verbunden sind, sollten die Flyer anfordern und besser noch mit Kreavität mitmachen!

 

Einfach unter KONTAKT AUFNEHMEN melden!

 

Wir freuen uns auf jede Anregung!

 

Was passiert auf Klassiker-Messen?

Messebesuche gehören ja neben den Teilnahmen an einschlägigen Veranstaltungen des Jahres zu den Erlebnissen, welche uns einen Überblick der aktuellen Entwicklungen zeigen.

 

 

Anfang des Jahres gab es die Motor Classic Show in Bremen. Hier wurden in den Messehallen zwei S 124 Kombis, nicht die Spitzenmodelle, angeboten. Ein 230 TE ist innerhalb des ersten Messetages für ca. 13.000 Euro verkauft worden. Auch das zweite Fahrzeug, das Modell habe ich nicht mehr in Erinnerung, wechselte auch für über 10.000 Euro den Besitzer. Beliebter Besuchermagnet ist das Parkdeck. Hier sah ich noch einen S 123 TE, recht schön, und einen S 124 mit Fehlteilen und abenteuerlicher, reißerischer Beschreibung. Also zum Thema Kombi, das war es!

 

 

Im April führte uns, ein paar BENZ FRIENDS CLASSIC, der Weg zur Leitmesse für klassische Fahrzeuge  nach Essen. Die TECHNO CLASSICA ist nach Selbstbeschreibung die größte Messe dieser Art auf dem europäischen Kontinent.

 

In eigener Mission, für das 3. KOMBI TREFFEN – MADE IN BREMEN zu werben, hatten wir Infoflyer mitgenommen. Unseren klassischen Kombi, einen sehr frühen S 124 300 TE stellten wir direkt neben einen Ponton Kombi, gebaut von Binz ab. Es war die Parkfläche direkt vorm Messeeingang Ost. Hier kommen ja viele Besucher vorbei, also gleich noch Flyer unter die Scheibenwischer und Plakate an die Seitenfenster!

 

 

Mit Werbematerial in den Taschen ging es nun los. 13 Hallen und 3 Freigelände mit Fahrzeugangeboten lagen vor uns. Nach empfunden, hunderten von Porsche und ähnlich vielen Mercedes Pagoden und W 111 Cabrios tut jedes Auto gut, welches von einem anderen Hersteller stammt oder anders aussieht! Sold, das Schild, sah ich dieses Jahr nicht mehr ganz so häufig wie in den Jahren zuvor. Hier frage ich mich sowieso, welcher echte Liebhaber und Fahrer kauft ohne eine Probefahrt, einen Check zur Geschichte, der Prüfung von Technik und Originalität ein Auto teilweise im sechsstelligen Eurobereich? Echten Liebhabern wäre es zu wünschen, wenn diese Geldanlegerwelle abebbt. Der früheren Vielfalt dieser Messe täte es auf jeden Fall gut.

 

 

Wenn man sich Mühe gab konnte man trotzdem tolles Design aus den vierziger und fünfziger Jahren sehen. Italienisches war hier wieder besonders beeindruckend. Wie schick ein Goggomobil als Cabrio sein kann oder ein FIAT 750 mit Sonderkarosserie mit Zweifarben-Lackierung und ebensolcher Innenausstattung bewiesen Exponate. Wo ist heute nur dieser Ideenreichtum geblieben?

 

In Halle präsentierte sich Mercedes Benz. Irgendeinen Kombi aus der langjährigen Geschichte dieser Weltmarke habe ich nicht gesehen. Bei verschiedenen Mercedes Clubs habe ich Flyer überreicht. Bei Gesprächen erfuhr ich, dass sich einige heute richtig ärgern, ihre Kombis erst vor Jahren verkauft zu haben.

 

 

Einen S 123 300 TDT sahen wir auf einen der Freigelände. Er muss wohl sein bisheriges Leben in trockenem, sonnigem Klima verbracht haben? Matt und rissig der Lack, Rost auf dem Dach, nicht an den sonst üblichen Stellen! Interne Diskussion unter uns ob der so bleiben sollte und ein H-Kennzeichen verdient hat? 3 zu 1 dafür.

 

 

Gerne hätte ich zum Schluss dieses Berichtes eine Bildergalerie von Kombis von Borgward und Mercedes angefügt. Geht nicht, weil es gab einfach keine auf dieser Leitmesse!  Vor wenigen Jahren war dies noch ganz anders.

 

Bericht von Matthias